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By Wolfhart Pannenberg

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Die vierte Auflage bringt die Darstellung auf den neuesten Stand. Insbesondere berücksichtigt die Neuauflage grundlegende Änderungen durch den Gesetzgeber (gesetzliche Aufnahme der Rechtsprechung zur Rechtsfähigkeit der bürgerlichrechtlichen Gesellschaft; Neuordnung der Sicherungsgrundschuld durch das Risikobegrenzungsgesetz; Novelle zum WEG, hier Aufnahme der Rechtsprechung zur Rechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft), aber auch das Erscheinen des Draft universal body of Reference, der die Perspektive eines sog.

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Wie schon in der prophetischen Tradition des Judentums die Hoffnung auf eine eschatologische Gemeinschaft der Menschen in dem unverbrüchlichen Frieden und der vollkommenen Gerechtigkeit der kommenden Königsherrschaft Gottes im Bilde des gemeinsamen Mahls ausgedrückt wurde, so hat Jesus diese eschatologische Herrlichkeit des kommenden Reiches vorweggenommen, indem er schon gegenwärtig das Mahl mit seinen Jüngern feierte und mit solchen, die durch ihre Teilnahme an der Feier des Mahles mit ihm seine Jünger wurden.

Auch die römisch-katholische Kirche gibt nämlich zu, daß auch im getauften Christen noch Konkupiszenz vorhanden ist, aber sie bestreitet, daß solche Konkupiszenz noch Sünde im eigentlichen Sinne sei. Die Sünde gilt als durch die Taufe real getilgt. Die lutherische Reformation hingegen beurteilte die im Getauften weiter vorhandene Konkupiszenz im Sinne augustinischen Sprachgebrauchs als Sünde im strengen Sinne des Wortes. Um so wichtiger muß es dann für die lutherische Sicht sein, daß die Taufe dennoch eine prinzipielle und beständige Neubegründung der menschlichen Existenz bewirkt, freilich nicht eine Neubegründung in nobis (in uns), sondern extra nos (außerhalb unser selbst) in Christo.

Das erklärt, warum es immer wieder in der Geschichte zu Spannungen zwischen Kirche und Staat gekommen ist, wo die staatlichen Autoritäten nicht bereit waren, die Einschränkung ihrer Ansprüche zu akzeptieren, die mit der Existenz der christlichen Kirche verbunden ist. Die Kirche unterscheidet sich vom Staat dadurch, daß in ihr die politische Bestimmung der Menschheit in ihrer endgültigen, vollendeten Gestalt gegenwärtig ist, allerdings nur in symbolischer Form, während der Staat die politische Ordnung der Gesellschaft unmittelbar realisiert und eben darum in seiner Gestalt vorläufig bleibt.

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