New PDF release: Die Amerikaner : Reise durch ein unbekanntes Imperium

By Andrea Böhm

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Die vierte Auflage bringt die Darstellung auf den neuesten Stand. Insbesondere berücksichtigt die Neuauflage grundlegende Änderungen durch den Gesetzgeber (gesetzliche Aufnahme der Rechtsprechung zur Rechtsfähigkeit der bürgerlichrechtlichen Gesellschaft; Neuordnung der Sicherungsgrundschuld durch das Risikobegrenzungsgesetz; Novelle zum WEG, hier Aufnahme der Rechtsprechung zur Rechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft), aber auch das Erscheinen des Draft universal body of Reference, der die Perspektive eines sog.

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Der Text war reaktionär, die Musik war gut. Wuchtiger, erdiger Südstaaten-Rock. Besser als Youngs klagende Melodien. Das war das Ärgerliche. Auf dem Weg nach Alabama hörte ich den Song mindestens vier Mal im Radio – und jedes Mal summte ich mit. Natürlich gibt es längst ein anderes Alabama. Einen aufgeräumten, modernisierten Bundesstaat mit High-TechFirmen, Feng Shui-Kursen und glitzernden Shopping Malls, wo sich der indische Software-Spezialist mit der russischen Informatikerin auf einen Cappuccino trifft, was im Zweifelsfall zum Austausch der Telefonnummern und zur weiteren Durchmischung der Hautfarben führen kann.

Man hätte jetzt einwenden können, dass auch Mindestlohn und Armut hochpolitische Themen sind. Aber das war nicht der Punkt. Amerikaner haben eine sehr eigene Definition des »Politischen«. ‹ blinkt es, ›jetzt wird’s schmutzig! Oder gefährlich. ‹ Es ist gewissermaßen ein Code-Wort für Blasphemie. Es gab zwei Dinge, die man bei WMMT nur in Gedanken, nicht aber am Mikrofon anzweifeln durfte: Gott und die Armee. In der Küche hatte sich die ganze Belegschaft versammelt, um mich in Augenschein zu nehmen.

Kroger« war der Supermarkt, ein riesiger, leise surrender Kühlschrank mit automatischen Türen. Jeder Mitarbeiter musste sich hier einem Drogentest unterziehen, bevor er Hand an die Ware legen durfte. Das stand am Eingang als gute Botschaft neben den Sonderangeboten für Grillkohle und Budweiser. Ich suchte ein Motel. Das »Ramada Inn« lag auf einer Anhöhe neben der Autobahn. Ein »a« war irgendwann aus der Leuchttafel gefallen, aber das »God bless America« darunter klebte unverrückbar. Der Rezeptionist wog an die 150 Kilo und keuchte, als er meine Adresse und mein Autokennzeichen in den Computer eintippte.

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